Radtour Finder
Rieslingfreuden und römische Geschichte - der Mosel-Radweg 7 Tage
Mosel-Radweg 7 Tage Variante
Rieslingfreuden und römische Geschichte
Eine Radtour entlang der Mosel lässt nicht nur Weinkennerherzen höher schlagen. Die Mosel mit ihren zahlreichen, malerischen Flussschleifen, rebenbewachsenen Schieferhängen, romantischen Winzerdörfern, mittelalterlichen Burgen und historischen Städten gehört zu den abwechslungsreichsten und schönsten Flusstälern Europas. Die klimatisch begünstigte Weinbaulandschaft bietet wertvolle Biotope für selten gewordene Tier- und Pflanzenarten, wie zB den Apollofalter, die Mauereidechse, den Felsahorn und den Felsengoldstern. Schon früh haben die Einwohner des Dreiländerecks Frankreich – Deutschland – Luxemburg, die sogenannten Moselaner, zusammengearbeitet, um die Mosel als Schifffahrtsstraße auszubauen und dem Rest der Welt ein friedliches Zusammenleben demonstriert, was sich heute noch an ihrer Gastfreundschaft und Offenheit erkennen lässt. Verschlossene Türen sind im Moselland etwas gänzlich Unbekanntes.
Gesamtlänge: ca. 192 Radkilometer
Termine
Reisebeginn: tägliche Anreise
Dauer: 7 Tage (6 Nächte)
Reiseverlauf
Bild 1: © Thomas Max Müller/PIXELIO
Bild 2: © Domino/PIXELIO; Bremm
Bild 3: © Dominik Ketz/Rheinland-Pfalz Tourismus
1. Tag: Trier
Startort Ihrer Radreise ist Trier, die älteste Stadt Deutschlands und einst unter dem Namen Augusta Treverorum, Zentrum des römischen Reiches nördlich der Alpen, bekannt. Die Stadt ist am Flussufer erbaut und liegt malerisch in üppige Rebhänge eingebettet. Hier finden sich weltbekannte Attraktionen wie etwa das Amphitheater, das einst bis zu 20.000 Zuschauern Platz bot, die Kaiserthermen, die zu den größten des römischen Reiches zählten und von der heute noch eindrucksvolle Aufbauten erhalten sind, die Porta Nigra, der triumphale Siegesbogen, die Basilika, die mittelalterliche Stadtmauer und vieles mehr. Obwohl die Römer die meisten Spuren hinterlassen haben, findet man in Trier auch Baudenkmäler aus allen anderen Epochen. Lassen Sie bei einem Stadtrundgang die letzten 2000 Jahre im Zeitraffer an sich vorüberziehen. Trier bietet neben seinen unzähligen Sehenswürdigkeiten ein reichhaltiges Kulturangebot. In jedem Fall sollten Sie am Abend in einer der traditionellen Weinstuben Triers von dem einzigartigen Riesling, der edelsten aller Rebsorten, kosten und das geschichtsträchtige Ambiente genießen.
2. Tag: Trier - Trittenheim/Umgebung, ca. 37/45 km
Heute führt Sie die Route auf sehr kurvigen Abschnitten mal links, mal rechts am Moselufer auf Bahntrassen durch frühere römische Siedlungen und beschauliche Weinorte, wie etwa Longuich, Köwerich und Leiwen. Inmitten der bezaubernden Landschaft finden sich auf jedem Streckenabschnitt römische Meilensteine, die daran erinnern, dass sich hier vor rund 2000 Jahren, bereits lange vor Erfindung des Fahrrades, eine Straße an der Mosel entlang zog. Nur wenige Winzerorte weiter liegt das heutige Tagesziel Trittenheim, einst fränkische Siedlung. Der Ort ist an dem flachen Hang einer Landzunge erbaut, die durch eine der engen Moselschleifen gebildet wird. Über eine der ältesten Brücken an der Mittelmosel kann man von Trittenheim aus das andere Flussufer erreichen und die alten noch erhaltenen Fährtürme betrachten. In den Weinbergen oberhalb des Ortes steht die Laurentius-Kapelle aus dem Jahre 1583 und der berühmte Hinkelstein Eselstratt, ein Menhir und Zeuge der Megalith-Kultur. Von hier hat man einen wundervollen Blick über das Moseltal. Übernachtung in Trittenheim, Neumagen-Dhron oder Piesport.
3. Tag: Trittenheim/Umgebung - Bernkastel-Kues/Zeltingen, ca. 20/35 km
In immer enger werdenden Schleifen windet sich die Mosel zwischen Eifel und Hunsrück hindurch. Vorbei am ältesten Weinort Deutschlands, Neumagen-Dhron, gelangen Sie nach Piesport, wo Sie eine eindrucksvolle restaurierte römische Kelteranlage aus dem 4. Jahrhundert erwartet. Über die Winzerdörfer Wintrich, Brauneberg und Mülheim erreichen Sie den berühmten Weinort Bernkastel-Kues. Lohnenswert ist hier ein Abstecher auf den gepflasterten Marktplatz, umgeben von Fachwerkhäusern, mit Blick auf die Burgruine Landshut, die majestätisch über der Stadt thront. Zeltingen zeigt eine Anzahl herrschaftlicher Bauten des moselländischen Barocks. Übernachtung in Bernkastel-Kues oder in Zeltingen.
4. Tag: Zeltingen/Bernkastel-Kues - Zell, ca. 34/41 km
Besonders Weinfreunde werden auf dieser Etappe auf ihre Kosten kommen. Unzählige reichbehangene Rebenhänge erfreuen das Herz und machen Lust auf eine Weinprobe in einer der traditionsreichen Besenwirtschaften. Auf dem Mosel-Radweg passieren Sie urige Winzerdörfchen bis Sie nach Enkirch gelangen, dem Schmuckstück moselländischer Fachwerkskunst. Hinter Traben-Trarbach erreichen Sie die Moselschleife bei Zell, den „Zeller Hamm“. Auf dem Rücken des Berges thront die rund 900-jährige Marienburg, von der man zu beiden Seiten einen Blick auf die Mosel hat. Ihr heutiger Übernachtungsort ist Zell. Die ebenfalls einst von den Römern besiedelte Stadt ist mit rund 6 Millionen Rebstöcken eine der größten Weinbaugemeinden an der Mosel.
5. Tag: Zell - Treis-Karden/Umgebung, ca. 47 km
Über Bullay, einer ehemaligen römischen Siedlung, gelangen Sie zu einem Highlight der Tour, der Ortschaft Bremm. Im Halbrund am Moselbogen entlang, erstreckt sich die schmucke Häuserfront und verborgene, enge, verwinkelte Gässchen mit Blick auf Europas steilsten Weinberg, den Calmont. Vom Gipfel aus hat man einen sagenhaften Ausblick über das Moseltal. Erst hier endet der „Bremmer Hamm“ und geht in den „Cochemer Krampen“ über, um den sich die Mosel mit drei Schleifen schlingt. Über Beilstein erreichen Sie Cochem, einen der Hauptorte des Mosellandes, bekannt durch seine Altstadt mit ihren imposanten Festungsanlagen sowie die Reichsburg, ein Wahrzeichen deutscher Burgenromantik. Übernachtung in Treis-Karden oder der näheren Umgebung.
6. Tag: Treis-Karden/Umgebung - Koblenz, ca. 39 km
Heute führt Sie der Radweg immer direkt am Moselufer entlang nach Moselkern. Von dort lohnt sich ein kleiner Umweg zur nahegelegenen Märchenburg Eltz mit ihren zahlreichen Türmchen, Zinnen, Erkern und verwinkelten Gemäuern. Der mittelalterliche Ort Kobern-Gondorf lädt mit seinen historischen Fachwerkhäusern um den Marktplatz zum Verweilen ein. Zwischen Mosel und steilen Weinbergen geht es weiter über Winningen nach Koblenz, dem Endort Ihrer Radreise. Hier mündet die Mosel am Deutschen Eck in den Rhein. Sowohl Römer als auch Franken und Franzosen haben deutliche Spuren am heutigen Stadtbild hinterlassen. Die überaus zahlreichen Sehenswürdigkeiten ermöglichen das Eintauchen in die abwechslungsreiche Vergangenheit der Stadt, und mit einem abendlichen Spaziergang durch die pittoreske Altstadt und entlang der gepflegten Rheinanlagen können Sie den Tag beschließen.
7. Tag: Individuelle Abreise
Auf Wunsch buchen wir gerne eine weitere Nacht in Trier oder Koblenz für Sie.






